Kurzbeschreibung
Mit der Messung von oxidativem Stress / Freie Radikale wird eine optimale Antioxidantienberatung und Supplementierungskontrolle ermöglicht. Neben den gängigen Bestimmungen wie Cholesterin, Glucose u.ä. kann mit dem Messgerät die individuelle Belastung mit FREIEN RADIKALEN bestimmt werden. Man geht davon aus, dass ein Überhang an FREIEN RADIKALEN die Zellen langfristig schädigt. Durch eine gezielte Ernährungsberatung und Antioxidantiensupplementierung kann dieser Zellschädigung wirkungsvoll entgegengewirkt und mit der Messung überzeugend dokumentiert werden
1. Freie Radikale
Die meisten Pathologien und Alterungsprozesse, von denen menschliche Wesen betroffen sind, werden von oxidativen chemischen Prozessen hervorgerufen. Der größere Teil dieser Prozesse läuft durch die Vermittlung hochgradig reaktionsfähiger Moleküle ab, die als „freie Radikale„ bezeichnet werden – biologisch gesehen entsprechen diese hauptsächlich reaktiven Sauerstoffmetaboliten (ROMs).
Das Vorliegen freier Radikale im lebenden System hat in vielen Fällen negative Folgen wie zum Beispiel direkte oder indirekte Schädigungen der DNA und RNA ebenso wie strukturelle Veränderungen von Proteinen. Außerdem sind freie Radikale für die Auslösung von Lipid-peroxidationsprozessen verantwortlich, radikaler Kettenprozesse, die zum Zerfall und der vollständigen Zerstörung von Zellmembranen führen.
Seit die Rolle der freien Radikale für die Alterungsprozesse und die Pathogenose zahlreicher Erkrankungen wissenschaftlich anerkannt ist, können diese als Risikofaktoren nicht länger ignoriert werden.
2. Wie man freie Radikale messen kann
In unserer medizinischen Einrichtung verwenden wir zur Überwachung der freien Sauerstoffradikale das FORM –CR 2000 System (dROM).
FORM –CR 2000 ist ein Lichtwellenleiter – Photometer, der speziell zum Testen freier Radikale entwickelt wurde.
Das Nachweisverfahren bezieht sich darauf, dass Peroxide in Gegenwart eines Übertragungsmetalls (Katalysator) freie Radikale generieren. Diese behalten ihre hohe chemische Reaktionsfähigkeit und ihr Oxidationsvermögen bei und reagieren mit einem entsprechend gepufferten Chromogen, entwickeln in einer auf die Kinetik gestützten Reaktion eine gefärbte Verbindung, deren optische Dichte bei einer Wellenlänge von 505 nm gemessen wird.
Zum ersten Mal stellt FORM –CR 2000 Ärzten analytische Daten zur Verfügung, die proportional zum oxidativen Zustand eines Menschen sind.
Diese Messmethode ist einfach, praktisch und liefert nach kurzer Zeit das Testergebniss.
Die Möglichkeit, oxidative Zustände mit Hilfe einer einfachen und schnellen Methode in biologischen Systemen messen zu können, ist angesichts neuer medizinischen Zielsetzungen von lebenswichtiger Bedeutung für die klinische Diagnose. Dies trifft auch auf die Überwachung einer Therapie mit Antioxidantien zu, die auf medizinischem Gebiet rasch an Beliebtheit gewinnt.
3. Radikalassoziierte Erkrankungen
Zu einer ständigen Kontrolle der freien Radikale wird selbst dem gesündesten Menschen geraten, denn es handelt sich um einen Index des allgemeinen Gesundheitszustandes und trägt dazu bei, Schäden zu verhindern, die durch eine hohe Konzentration dieser freien Radikale hervorgerufen werden.
Die freien Radikale sind an der Entstehung und am Fortschreiten folgender Erkrankungen eindeutig beteiligt:
- Arteriosklerose
- Krebs
- Rheuma
- Diabetes mellitus
- Morbus Alzheimer
- Morbus Parkinson
- Multiple Sklerosis
- Entzündliche Darmerkrankungen
(Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Augenerkrankungen (z.B. grauer Star)
- Hauterkrankungen (UV Schäden)
- Chronische Polyarthritis
- Allergische Erkrankungen
Die Wichtigkeit der Überwachung der freien Radikale hauptsächlich in der Forschung nach Krankheitsursachen ist nicht mehr zu ignorieren. Nicht zuletzt ist auch die Einnahme von Medikamenten oft der Auslöser für ein Ansteigen der Konzentration freier Sauerstoffradikale und damit für Zellschädigungen.